Designprojekt "Roads to Rome"

  • Visualisierung großräumiger Mobilitäts-Infrastrukturen
  • Algorithmus durchläuft fast 3,4 Millionen Routen
  • Straßendaten basieren auf OpenStreetMap (OSM)

Stuttgart. “Alle Wege führen nach Rom” – diese sprichwörtliche Aussage steht im Vordergrund des aktuellen „Speculative Design“-Projektes des moovel lab.

Die sprichwörtliche Aussage “Alle Wege führen nach Rom” ist Ausgangspunkt des neuesten moovel lab Projektes: Mit „Roads to Rome“ wollen Benedikt Groß und Philipp Schmitt herausfinden, ob tatsächlich alle Wege nach Rom führen. Dabei entstanden Karten, auf denen Punkte und Verkehrsadern, die zu den Hauptstädten führen, zu erkennen sind. Die unterschiedliche Konturierung der Verkehrsadern basiert dabei auf einem komplexen Algorithmus, der fast 3,4 Millionen Routen durchläuft: Die beiden Designer haben hierfür Europa mit einem Raster von knapp 500.000 gleichmäßig verteilter Punkte auf einer Fläche von 26,5 Millionen Quadratkilometern überzogen und berechnet, welche Hauptstadt von jedem der einzelnen Punkte aus am schnellsten zu erreichen ist. Die dickeren Verästelungen markieren dabei Straßen, auf denen viele Einzelrouten zusammenlaufen. Die zugrundeliegenden Straßendaten basieren auf „OpenStreetMap“ (OSM) - vergleichbar mit dem Prinzip von Wikipedia kann bei OSM jeder Karteninhalte editieren und erstellen.

In einem zweiten Schritt stand die Frage im Vordergrund: “Gibt es ein Rom auf jedem Kontinent der Erde?”. In den Vereinigten Staaten sind es beispielsweise 10 Städte, die den Namen „Rom“ tragen. Vor diesem Hintergrund hat das moovel lab erforscht, welches das jeweils nächste Rom in den Vereinigten Staaten ist.

Was sind zukünftige Schlüsselelemente urbaner Mobilität? Wie werden neuartige Technologien unser Mobilitätsverhalten verändern? Oder müssen wir unsere Lebensgewohnheiten ändern, um Zukunftsszenarien eine Chance zu geben?

Mit derartigen Fragestellungen beschäftigt sich das moovel lab. Das moovel lab ist ein interdisziplinäres Team, dessen primäres Forschungsinteresse „Bewegungsabläufe“ und Verkehrsströme im urbanen Raum sind. Statt althergebrachter Analyse- und Darstellungsmethoden bemüht sich das Lab in Form explorativer Projekte die menschlichen Verhaltensweisen in städtischen Gebieten zu verstehen, zu beeinflussen und zum Diskurs anzuregen.

Das moovel lab ist eine Einheit innerhalb der moovel Group GmbH – wobei das kreative Arbeitsumfeld des Labs allen Mitarbeitern der moovel Group GmbH sowie interessierten Externen offen steht. Das moovel lab arbeitet mit Universitäten, Wirtschaftsunternehmen und weiteren kreativen Köpfen zusammen und ist stets auf der Suche nach weiteren interessierten Partnern.

Die Ideen, Beobachtungen und Prototypen des Labs werden in Form von Kartendarstellungen, Videoclips und anderen Designprodukten aufgearbeitet, um den Diskurs über die Zukunft der Mobilität auch mit Interessierten außerhalb der klassischen Forschungsszene anzuregen.

Teilen Sie die News

Back